Hallo Neverlandrancher,
Monate vorher war es geplant und das letzte Wochenende war es dann endlich soweit: Über Pfingsten in die Hansestadt. Mehr als das Hotel zu Buchen haben wir allerdings nicht im Vorfeld geplant. Man hat über die eine oder andere Sehenswürdigkeit schon gehört, aber wann wir was in welcher Reihenfolge machen; keine Ahnung. Aber irgendwie hats am Ende dann doch geklappt. Was ich mit meinen Eltern erlebt habe, bekommt ihr nun hier zu lesen:
Tag 1:
Nachdem wir dann am Samstag Mittag nach knapp 5 Stunden Fahrt im Hotel eingecheckt haben, sind wir erst mal mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof gefahren; einfach mal ne Arschbombe in die City! Hätten wir auch tatsächlich machen können. Es regnete und regnete und hörte einfach nicht auf. Die Regenschirme haben gerade so ausgereicht. Am Bahnhof haben wir erst mal was gegessen. Mein Vorschlag “Mcces” wurde sofort abgelehnt und sind dann in ein richtiges Restaurant. Im Nachhinein ne gute Entscheidung, denn da haben wir hamburgische Vokabeln kennengelernt. Meine Mutter hat “Zuckerbier” mein Vater “was anständiges” und ich ne Fanta serviert bekommen. Einer muss ja nen klaren Kopf behalten. Das Essen war auch gut, also die “Bodega Nagel” kann ich nur empfehlen!
In der Stadt sind mir besonders die roten Mülleimer ins Auge gesprungen. Klingt komisch, ist es aber nicht. Denn darauf waren tolle Sprüche zu lesen:
- Asche in mein Haupt
- Gib mir den Rest
- Annahmestelle!
- Eine Mülde Gabe bitte
- Hier ist die Raucherecke
- Hast du mal ne Kippe
- Schlag mir den Bauch voll
- Herzlich Müllkommen
- Das Dreckige muss ins Runde
um nur ein paar zu nennen. Ich finde, das sollte es in jeder Stadt geben.
Begleitet vom Regen, sind wir dann kurz über den Jungfernstieg in die Hafencity und wieder zurück. Wir sind einfach planlos rumgelaufen, ohne zu ahnen, dass wir an interessanten Orten vorbeigegangen sind, aber es war ok. Trotz Regen. Am Abend im Hotelzimmer habe mich endlich aufs Bett schmeißen können. Gucken geht ganz schön in die Beine. Beim Zappen durch den Fernseher bin ich dann auf den Countdown für den Eurovision Song Contest hängengeblieben. Moment! Der wird vom Spielbudenplatz übertragen. Das ist doch in Hamburg! Ich direkt zu meinen Eltern: “Gehn wir hin?”
Und keine Viertelstunde waren wir dann auf dem Weg zur Reeperbahn. Yeah! ESC Rudelgucken! Es war kalt, es hat geregnet, es war mir egal. Denn es war der ESC! Bis zur Punktevergabe haben wir uns immer weiter nach vorne gemogelt, bis wir im “zweiten Block” standen. Um GANZ nach vorne zur Bühne zu kommen, brauchte man ein rotes Bändchen. Aber irgendwann haben die Ordner die Sperre beseitigt. Macht sich wohl nicht so gut im TV; ein Menschenloch. Während der Punktevergabe, hat sich Lena auf die Bühne geschlichen, geschützt von ner dicken Jacke. Nachdem sie von den Technikern für die Schalte verkabelt wurde, hat sie uns für den wichtigen Moment eingestimmt. Hat ganz gut geklappt, wie man gesehen und gehört hat. Nur sie selber hat am Schluss gepatzt. Leider. Was während und nach der Schalte passierte, habe ich per Video hier festgehalten.
Meiner Meinung hat Dänemark verdient gewonnen, nur schade, dass Cascada so weit nach hinten durchgereicht wurde. Nach der Übertragung hat Lena noch ein Medley von “Satellite” und “Stardust” performt. Dann sind wir auch ins Hotel, während der Nachbericht abgehalten wurde. Der Regen wurde wieder stärker und wir mussten früh raus. Für morgen habe ich nämlich auf die Schnelle “was vorbereitet”.
Tag 2:
Nach dem Frühstück sind wir dann direkt und ohne Umwege zum Michel. Da es Pfingstsonntag war, war nur die Turmbesteigung möglich. Die Kirche selbst war mit Messen und ner Hochzeit quasi ausgebucht. Die Anzahl der Treppen war zwar weniger als die vom Kölner Dom, dafür steiler. Der Marsch hat sich gelohnt, denn der Ausblick war bombastisch. Und diese Aussicht hätte ich nach der Fahrt mit dem Aufzug nicht genossen. Es wäre sonst cheaten gewesen. Danach sind wir zur Hafencity für ne Hafenrundfahrt raus. Und welch Überraschung: kein Regen! Nur die Elbe wollte nicht, dass ich trocken bleibe. Bei der kleinen Rundfahrt sind wir auf ein Schiff mit einen seltsamen Namen angetroffen: “Borussia Dortmund”. Kein Scheiß. Zum Glück war das Vereinslogo nicht drauf. Es wurde gerade neu angestrichen. Ein Bursche hat den Arbeitern

zugerufen: “Streich mal Bayern-Rot an!” Sehr sympathisch.
Nach dem Mittag dann kurz ins Hard Rock Cafe auf meinen Lieblingscocktail “Hurricane” und haben dann ganz tourimäßig ne Stadtrundfahrt mitgemacht. War aber super, trotz geschlossenem Verdeck. Die Gegend am Hafen kam uns recht vertraut vor; als hätte man das vor nem Tag oder so schon einmal gesehen. Ein kurzer Abstecher durch den alten Elbtunnel hat den Tag beendet. Für seine Zeit eine architektonische Meisterleistung wie ich finde.
Tag 3:
Am dritten und letzten Tag haben wir nur die Führung und die Museumsbesichtigung in der imtech Arena mitgemacht.
Beides vermittelt einem den Eindruck, dass der HSV und seine Fans sehr stark miteinander verwachsen sind. Beeindruckend war auch die Pokalsammlung. Die Victoria, 2 DFB-Pokale, drei Meisterschalen, der Europapokal der Landesmeister, um nur die Bekanntesten zu nennen. Es ist schon ein interessant eine halbbeschriebene Meisterschale:

sowie einen sehr kleinen DFB-Pokal in echt zu bestaunen:

Abschließend kann ich nur sagen, dass Hamburg auf jeden Fall eine Reise Wert ist. Dieses Wochenende war mit Sicherheit nicht mein Letztes. Kennt ihr noch Sehenswürdigkeiten, die man in Hamburg sehen muss?
geschrieben von d3nitz







